Mittwoch, 18. Mai 2016

50er Jahre Liebe


Die Liebe zu alten Dingen, der Mode von früher und allem was man jetzt als "Vintage" bezeichnet, ist schon immer seeeehr groß. Doch muss ich gestehen, dass der Alltag mich etwas von meinem Weg abkommen lassen hat.

Es gab eine Zeit, in der ich das Gefühl hatte, nicht zu wissen wo genau ich modetechnisch hingehöre und was ich an mir mag. Ich glaube das letzte Jahr war einfach zu turbulent, als dass ich mich auf mich konzentrieren konnte. Mittlerweile hat sich bei mir freiwillig und zum Teil sehr unfreiwillig, einiges geändert. Plötzlich muss man sich auf sich ganz allein konzentrieren. Ich habe ein paar Monate gebraucht um mich wiederzufinden.



Plötzlich nur für mich selbst aufstehen zu müssen und mich nur mit mir auseinandersetzen zu müssen, hat mich sehr überfordert. Ich gebe lieber, als zu nehmen und jemand anderen als Inhalt meines Lebens zu bezeichnen fällt mir leichter, als mich selbst als mein Leben zu bezeichnen. Und irgendwann wachst du auf und du hast die Wahl: weiterleben. Und das ist die einzige Wahl, die du hast. Und dann tust du es einfach. Tag für Tag. Manchmal ist es leichter, manchmal schwerer. Doch irgendwann wird es zur Routine und man bekommt es besser in den Griff.


Wenn einen die Muse küsst.... und du dich plötzlich wieder ganz du selbst fühlst. Ich glaube, dann ist man angekommen. Ich bin es noch nicht ganz, dafür braucht mein Herz wieder ein anderes im gleichen Takt. Aber ich fühle mich endlich wieder wohl in meiner Haut. Wohler. Es fehlt noch ein Stück. Doch das Gefühl daran zu arbeiten ist unbezahlbar, noch unbezahlbarer, wenn man es ganz allein für sich selbst tut. Dann darf man auch ein Stückchen Selbstliebe in sich tragen.


Mir hat mal jemand gesagt, man muss immer genau das tun, wovor man sich fürchtet. Auch mit sich selbst auseinandersetzen kann soetwas sein. Oder über den inneren Schweinehund springen, jemanden zu zeigen "Ich mag dich", ohne zu wissen, was passieren wird, ... oder einfach nur Beine zeigen, kann solch eine Angst sein ;-)


Jetzt wo ein paar Kilos gefallen sind, habe ich wieder richtig Lust mir Klamotten zu nähen und als ich den Pünktchen-Stoff in der Hand hielt, war mir gleich klar, dass daraus ein schneller, einfacher Rock werden soll. Ganz schlicht und ohne Schnittmuster. Da ich in den letzten Tagen so viele Inspirationen zu meinem liebsten Mode-Jahrzehnt, entdeckt habe, kam mir beim Nähen gleich die Idee aus dem Rest ein passendes Haarband zu machen. Gesagt - getan! Zum Glück hatte ich gerade ein großes Paket mit den perfekt passenden Schuhen zu Hause.

Perfekt. :)









Schnittmuster: Selfmade
Pünktchen Chiffon: Der Stoffhandel
Gummiband: Der Stoffhandel


Ja, ich bin gerade ganz schön inspiriert und im 50er Jahre Fieber... Ich befürchte, da wird künftiges noch einiges mehr in diese Richtung kommen. Ein weiteres Outfit ist schon im Kasten ;-)

Doch mit meinem heutigen Beitrag nehme ich erst einmal am aktuellen MeMadeMittwoch vom 18.05.2016 teil! :)

Heute Abend werden wieder Burda's geblättert um neue "Vintage-Projekte" zu finden! Zwei Kleider habe ich bereits im Kopf ...


Kommentare:

  1. Super Sophie mach weiter so. Du siehst echt super schön aus.

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  2. Ein ganz tolles Outfit (die Schuuuuuuuuhe *schmacht) und eine sehr bewegende Geschichte dahinter. Danke fürs Teilen und viel viel Freude beim Selber-(-Wieder-)Finden.
    Herzliche Grüße
    Quintilia

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